10 Tipps wie es dir gelingt die Welt zu verändern

10 Tipps wie es dir gelingt die Welt zu verändern

Ich werde dir in diesem Artikel keine Anleitung geben können, wie du durch weltverändernde Ideen der neue Steve Jobs wirst.

Das kann ich auch gar nicht, weil ich leider auch nicht weiß, wie man das macht. Zu dieser Thematik gibt es Biografien von Menschen, die dies bereits geschafft haben.

In diesem Artikel geht es viel mehr um 10 Leitsätze, die dir helfen können, dich ständig zu motivieren und eine Einstellung zu entwickeln, die dich alle Lebenslagen meistern und durch dein Verhalten andere inspirieren lässt. Wenn du dadurch einen Menschen inspirierst, veränderst du sein Leben und dadurch veränderst du in gewisser Weise die Welt, oder nicht?

Sehe diese Tipps als Motivationsslogans, die du dir immer wieder, gerade in schlechten Zeiten, vor Augen führen kannst, um dich zu erinnern, wozu du alles in der Lage bist.

In dem du das Leben eines Menschen veränderst, veränderst du die Welt. Klick um zu Tweeten

Diese Tipps sind auch nicht meine eigene Erfindung. Ich habe sie in einer Rede von 2014 der University of Texas von Admiral William H. McRaven gesehen.

Ich fand diese Rede so inspirierend, dass ich ihre Inhalte in diesem Artikel zusammenfassen möchte, um einen kleinen Motivationsleitfaden an die Hand zu geben, den jeder für sich nutzen kann.

Ich habe die Tipps auch im englischen Original beibehalten, da sie so für mich authentischer sind, allerdings habe ich auch jeweils eine freie Übersetzung meinerseits zum besseren Verständnis ergänzt.

Die UT hat den Slogan „What starts here changes the world“. In seiner knapp 20-minütigen Rede zeigt McRaven den Absolventen der UT, was aus seiner Erfahrung nötig ist, um die Welt ein klein bisschen zu verändern und besser zu machen.

Tipp1: If you want to change the world, start off by making your bed [Wenn du die Welt verändern willst, starte jeden Tag damit, dein Bett zu machen].

Wenn man die kleinen Dinge nicht meistert, braucht man mit den großen Dingen erst gar nicht anfangen.

Als Navy Seal bekommt man als erstes beigebracht sein Bett jeden Tag in der vorgeschriebenen Art und Weise korrekt zu machen. Das „Bett-machen“ steht hier für eine kleine Aufgabe, die man zum Start des Tages abschließt.

Der Effekt ist, dass du deine erste Aufgabe des Tages beendet hast. Du hast einen kleinen Dopamin-Stoß bekommen und bist gerüstet für weitere Aufgaben. Und selbst, wenn der Rest des Tages nicht erfolgreich verläuft, kann dir keiner mehr diesen kleinen Erfolg wegnehmen. Du kommst nach Hause zu einem Bett, das du gemacht hast.

Tipp 2: If you want to change the world, find someone to help you paddle [Wenn du die Welt verändern willst, finde jemanden, der mit dir paddelt].

Niemand, wirklich niemand kann alleine erfolgreich sein.

Der oben genannte Steve Jobs hatte beispielsweise Steve Wozniak als technisches Genie hinter Apple an seiner Seite. Es braucht Mitgründer, Kollegen, Familie, Freunde und manchmal auch den guten Willen von Fremden, um seine Ziele zu erreichen.

Von außen kann man diese Helfer auch nicht immer sehen, aber sie sind da. Also sei nie zu stolz, zu überheblich oder zu stur um nach Hilfe zu fragen. Du wirst sie brauchen, wie der Navy Seal seine Kameraden im Boot benötigt, um an sein Ziel zu kommen.

Tipp 3: If you want to change the world, measure a person by the size of their heart, not the size of their flippers [Wenn du die Welt verändern willst, beurteile die Menschen nach ihrem Herzen und nicht nach der Größe ihrer Schwimmflossen].

Die Schwimmflossen in diesem Tipp sind natürlich dem Bild durch das Seal-Training geschuldet. Aber im Kern geht es hierbei darum, Menschen nicht nach ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer Erziehung nach zu beurteilen.

Alle Menschen sind von Grund auf gleich. Das entscheidende ist ihr Charakter, vergiss das nie. Grundsätzlich verdient jeder Mensch Respekt. Behandle Menschen also so, wie du selbst behandelt werden willst.

Tipp 4: If you want to change the world get over being a sugar cookie and keep moving forward [Wenn du die Welt verändern willst, stehe drüber, wenn du unfair behandelt wirst und mache weiter].

Bei den Navy Seals muss regelmäßig die Ausgehuniform geputzt und angelegt werden. Sie wird dann von den Ausbildern kontrolliert. Wenn das Ergebnis den Ausbildern nicht gefällt, muss der Rekrut in voller Montur ins Wasser laufen, danach sich über den Strand rollen, bis er vollkommen mit Sand bedeckt ist („sugar cookie“), und den ganzen Tag in dieser Uniform das Training absolvieren.

Der Punkt hierbei ist, dass man noch so gut die Uniform putzen kann. Wenn die Ausbilder etwas finden wollen, finden sie es. Diese Übung dient dazu, sich damit abzufinden, dass das Leben nicht immer fair ist und dass es notwendig ist, solche Situationen zu erleben und trotzdem weiter zu machen. Wer hinfällt, muss auch aufstehen, um erfolgreich zu sein.

Tipp 5: If you want to change the world, don’t be afraid of the circuses [Wenn du die Welt verändern willst, habe keine Angst vor schwierigen Aufgaben].

Während des Seal-Training gibt es jeden Tag physisch anspruchsvolle Aufgaben, wie lange Läufe oder Schwimmstrecken zu absolvieren. Jede Aufgabe muss dabei innerhalb einer Vorgabe, beispielsweise in einer bestimmten Zeit, abgeschlossen werden. Wenn man diese Vorgaben nicht erfüllt, wird der Name auf eine Liste geschrieben. Am Ende des Tages müssen alle, die auf dieser Liste stehen ein zweistündiges Extratraining („Circus“) absolvieren.

Dieses Extratraining ist speziell darauf ausgerichtet, die Rekruten zum Aufgeben zu zwingen. Jeder Rekrut möchte also am Ende des Tages nicht auf der Liste stehen. Allerdings zeigte sich bei den Rekruten, die regelmäßig auf dieser Liste standen ein interessanter Effekt, sie wurden physisch und psychisch stärker und resilienter.

Sein Ziel erreicht man nicht immer, Rückschläge gehören dazu. Aber wenn man ständig weiter daran arbeitet und nicht aufgibt, wird es einem Stärke geben und helfen Rückschläge immer besser zu verkraften.

Tipp 6: If you want to change the world sometimes you have to slide down the obstacle head first [Wenn du die Welt verändern willst, musst du manchmal ein Risiko eingehen].

Veränderungen entstehen nicht durch zögern. Habe Mut deine Ideen umzusetzen, auch wenn du nicht weißt, ob du erfolgreich sein wirst. Aber wenn du es nicht versuchst, wirst du es nie erfahren. Große Veränderungen, brauchen großen Mut.

Tipp 7: If you want to change the world, don’t back down from the sharks [Wenn du die Welt verändern willst, trete den Haien dieser Welt entgegen].

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Es wird auf deinem Weg vielleicht Menschen geben, die dir sagen werden, dass dein Weg falsch ist, dass das was du vor hast absurd ist. Vielleicht ignorieren sie dich oder bekämpfen dich sogar. Lass dich von diesen Menschen nicht aufhalten, trete ihnen, wenn nötig, entgegen und biete ihnen die Stirn.

Tipp 8: If you want to change the world, you must be your very best in the darkest moment [Wenn du die Welt verändern willst, musst du in den dunkelsten Stunden die beste Version von dir sein].

In den größten Krisensituationen die Ruhe zu bewahren und durchdachte Entscheidungen zu treffen ist eine Eigenschaft, die große Führungspersönlichkeiten der Geschichte ausgemacht hat.

Im September 1983 erlebte Oberst Stanislaw Petrow beispielsweise einen Alptraum. Die sowjetische Frühwarnzentrale, für die er verantwortlich war, meldete den Start amerikanischer Raketen.

Die Apokalypse? Oder nur ein Fehlalarm?

Innerhalb von Minuten entschied der Oberst, dass dies ein Fehlalarm sein musste, entgegen den Meldungen der Supercomputer. Sein Gefühl sagte ihm, dass die Amerikaner bei einem Nuklearangriff weitaus mehr Raketen abfeuern würden, als das Frühwarnsystem ihm meldete.

Hätte er die Meldungen ohne nachzudenken weitergemeldet, hätte die russische Führung wahrscheinlich direkt den Gegenschlag ausgelöst. Stanislaw Petrow blieb in einer Extremsituation ruhig und rettet so die Welt.

An diesem Beispiel lässt es sich sehr gut sehen, wie wichtig es ist, gerade in Krisensituationen, die Ruhe zu bewahren, um gute Entscheidungen treffen zu können, die die Welt nachhaltig beeinflussen.

Tipp 9: If you want to change the world, start singing when you’re up to your neck in mud [Wenn du die Welt verändern willst, fang an zu singen, wenn du bis zum Hals im Schlamm steckst].

„Die Kunst zu leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.“

Hoffnung gibt es immer, Hoffnung gibt Kraft. Persönlichkeiten der Geschichte wie Lincoln, Martin Luther King, Gandhi oder Nelson Mandela habe uns gezeigt, dass es immer Grund zur Hoffnung gibt.

Selbst in schweren Zeiten den Optimismus nicht zu verlieren und hierdurch ein Vorbild für andere zu sein und ihnen Hoffnung zu geben, hat diesen Menschen geholfen die Welt nachhaltig zu verändern.

Tipp 10: If you want to change the world don’t ever, ever ring the bell [Wenn du die Welt verändern willst, gib niemals auf].

Das Navy Seal Training kann von jedem Rekruten freiwillig beendet werden. Hierzu muss er nur die am Strand installierte Glocke läuten, die den Rekruten auch noch täglich vor der Nase hängt. Läutet er diese Glocke, muss er nicht mehr früh aufstehen, kein Training mehr absolvieren, dass dazu gedacht ist, ihn an seine physischen und psychischen Grenzen zu bringen. All das ist von einer auf die andere Sekunde vorbei.

Man kann die Ausbildung nur bestehen, wenn es die Ausbilder nicht schaffen, dass man diese Glocke läutet.

Nur durch den eisernen Willen nicht aufzugeben, kann man das Training bestehen.

Zusammengefasst bedeutet das, starte jeden Tag mit einer kleinen abgeschlossenen Aufgabe.

Finde Unterstützer bei deinen Vorhaben.

Sei darauf vorbereitet, dass nicht alles im Leben optimal verläuft und du auch mal scheitern kannst und sehe es positiv, denn daraus kannst du lernen.

Gehe Risiken ein, versuche selbst in schwierigen Zeiten immer einen klaren Kopf zu behalten.

Und das Wichtigste, glaube an dich und gebe nicht auf bei deinen Träumen und auf deinem Weg.

Wenn du das beherzigst wirst du Menschen faszinieren, sie werden dich unterstützen, du wirst sie mitreißen und am Ende, egal was du tust, wirst du die Welt durch dein Schaffen ein bisschen zum Besseren verändern.

Euer Tim

Bildquelle:
"Umweltschutz." ©jozsitoeroe@fotolia.com
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