Machen ist wie wollen – nur krasser. Unsere Angst vor Veränderungen

Unsere Angst vor Veränderungen

Wie oft hast du es selber schon erlebt?

Du hast eine Idee und würdest gerne ausprobieren, ob sie funktioniert.

Du bist unzufrieden mit deinem Job, würdest gerne kündigen und etwas total anderes anfangen.

Du möchtest gerne etwas Neues ausprobieren, eine neue Sportart ausüben, eine andere Sprache lernen etc.

Hast du es gemacht??

Veränderungen entstehen nicht nur aus dem Bedürfnis heraus aus eigenem Antrieb etwas zu ändern. Das ganze Leben ist ein fortlaufender Prozess von Veränderungen. Alles ist im ständigen Wandel. Wir müssen kontinuierlich unseren beruflichen und familiären Alltag anpassen und neu organisieren.

Veränderungen in den folgenden Bereichen unseres Lebens, sind üblicherweise jene, die eine große Veränderung mit sich führen und somit auch häufig die größten Ängste schüren:

  • Beruf, Jobwechsel, Entlassung
  • Krankheit, Trauerfall, Schicksalsschläge
  • Schwangerschaft, Kinder, Partnerschaft
  • Ausbildung, Prüfungen, Zukunftsplanung

Selbst wenn uns die Dringlichkeit und die Notwendigkeit einer Veränderung bewusst sind, bleibt es in 90 % der Fälle bei dem Gedanken etwas zu verändern.

Aber warum sind wir so zurückhaltend? Warum dominieren uns Zweifel und Ängste? Warum wagen wir so selten einen Schritt ins Ungewisse?

Wir gehen sogar so weit, dass wir uns lieber damit abfinden unglücklich zu sein, als die Dinge in unserem Leben zu ändern, die uns stören. In vielen Fällen ändern wir erst dann etwas in unserem Leben, wenn es keine andere Chance mehr gibt. Wenn wir in einer Sackgasse stecken, mit dem Rücken zur Wand stehen.

Bis dieser Punkt erreicht ist, liegt in der Regel bereits ein langer Weg des Leidens hinter uns.

Warum haben wir Angst vor Veränderungen?

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, ist die Ungewissheit die, die die meisten von uns vor Veränderungen abhält. Der Mensch klammert sich gerne an seine alten Gewohnheiten. Er hält an Beziehungen und Lebensumständen fest, obwohl diese ihm offensichtlich schaden.

Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass Dinge, die wir bereits kennen, uns ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrautheit geben. Unabhängig von den Konsequenzen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass wir dazu neigen, uns immer die schlimmsten Szenarien auszumalen.

Wir beschäftigen uns wesentlich intensiver damit, uns auf das Worst Case -Szenario, die Gefahren und Risiken vorzubereiten, als die positiven Aspekte zu beleuchten.

Zum Beispiel ist es für uns eine wesentlich größere Bürde unseren schlechten Job, der uns unglücklich macht, zu verlieren, als die Gelegenheit, eine neue Position zu verpassen. Für Außenstehende ist eine solches Verhalten meist nur schwer nachvollziehbar. Selbst Betroffene wissen oftmals in welcher Situation sie sich befinden, sind aber nicht in der Lage sie aus eigenem Antrieb zu ändern.

Überwinde deine Ängste – Veränderungen sind positiv! – Nutze die Chancen!

„Nur wer los lässt hat wieder beide Hände frei“ Klick um zu Tweeten

Die Chance, dass eine Veränderung ein positives Ereignis ist und eine Bereicherung für dein Leben sein kann, ist ebenso groß, wie die Möglichkeit, dass wir scheitern.

Wahrscheinlich überwiegt der Anteil der positiven Aspekte sogar selbst dann, wenn wir bei etwas scheitern.

Wir nehmen die errungenen Erfahrungen daraus mit und können es beim nächsten Versuch besser machen. Neue Erfahrungen bereichern unser Leben! Diese Chance zu entdecken, bedeutet, dass wir positiver mit Veränderungen und Herausforderungen umgehen können.

Wenn wir Altes loslassen schaffen wir neuen Raum um unsere Zukunft zu gestalten.

Um Veränderungen anzugehen, brauchen wir Selbstvertrauen und Mut. Wächst unser Selbstvertrauen, so wächst auch der Mut Veränderungen anzupacken.

Die nachfolgenden Schritte können dir dabei helfen deine Zuversicht und dein Selbstvertrauen zu stärken:

Schritt 1: Denke positiv

Verbanne das Worst Case-Szenario aus deinen Gedanken. Es gibt für so ziemlich jedes Problem eine passende Lösung. Wenn ich die Lösung selbst nicht kenne, gibt es Experten, die mir dabei helfen können.

Optimismus und Gewissheit – es gibt immer auch Licht am Ende des Tunnels. Ändere die Dinge, die du ändern kannst und akzeptiere die Tatsache, dass du manche Dinge nicht ändern kannst.

Schritt 2: Du bist ein bärenstarker Typ

Du hast schon so manche heikle Situation in deinem Leben mit Bravour gemeistert. Erinnere dich und mache dir deine positiven Erfahrungen bewusst.

Mache dir am besten eine Liste, und du wirst feststellen, dass sich durch die Mehrzahl der Veränderungen dein Leben zum Positiven gewendet hat. Halte dir deine Erfolge vor Augen und lerne aus deinen Fehlern.

Schritt 3: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben!

Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? Ich möchte Wetten das 99 % auf die Frage mit: meine Kinder oder meine Frau beantworten. Doch das ist die falsche Antwort!

Das klingt zunächst sehr egoistisch. Bei näherer Betrachtung ist es aber logisch, warum du der wichtigste Mensch in deinem Leben sein solltest.

Ich möchte dir dies an einem kleinen Beispiel verdeutlichen:

Erinnerst du dich an deinen letzten Flug in den Urlaub? Vor dem Take Off ertönt die nette Stimme der Stewardess und gibt die Sicherheitsanweisungen durch:

Im Falle eines Druckabfalls benutzen sie bitte die Sauerstoffmasken, die automatisch aus der Decke fallen. Bitte setzen Sie sich zuerst ihre Maske auf und helfen dann Kindern und anderen Mitreisenden!…

Logisch oder?

Nur wenn du gesund und bei klarem Verstand bist, kannst du anderen helfen und für andere da sein! Das gilt nicht nur für den Ernstfall im Flugzeug. Wenn du glücklich, zufrieden und handlungsfähig bist, kannst du für andere, für die zweitwichtigsten Menschen in deinem Leben, da sein und ihnen die Energie und Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen!

Sorge also dafür, dass es dir gut geht. Treibe Sport, pflege deine sozialen Kontakte, nimm dir Zeit für dich. Umgebe dich mit Menschen, an denen dir etwas liegt. Genieße den Moment. Kümmere dich um dich, damit du die Kraft hast, dich um andere zu kümmern!

 Schritt 4: Eins nach dem andern

Veränderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Vielmehr sind Veränderungen kontinuierliche Prozesse. Wir lassen uns oft davon blockieren, das uns bevorstehende Veränderungen zu groß erscheinen, was uns überfordert und Angst macht.

„Slice the Elephant“

„Schneide den Elefanten in Scheiben“. Dieses Motto beschreibt sehr zutreffend die beste Herangehensweise an Veränderungen. Oftmals sind die großen Veränderungen nicht auf einmal notwendig. Definiere dir Zwischenziele und starte Schritt für Schritt mit deinen Veränderungen. Bringe den kleinen Stein ins Rollen, der eine Lawine auslösen kann.

Ein Beispiel hierzu:

Du bist schon seit Längerem unzufrieden in deinem Job und möchtest gerne eine Veränderung. – Mach es! Fang an Stellenausschreibungen zu lesen. Bringe deine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand. Bewerbe dich auf Stellen, die dir gefallen. Du hast nichts zu verlieren und kannst dir solange Zeit lassen, bis du den Job gefunden hast, der zu dir passt und dich erfüllt.

Wichtig ist nur, dass du es machst!

Du bist der Macher

Veränderungen bereichern unser Leben. Oft haben bereits kleine Dinge, die wir ändern, große Auswirkungen. Veränderung heißt, an sich zu glauben und seine Gefühle zu steuern.

Loslassen heißt, Veränderungen positiv zu begegnen und offen für Neues zu sein. Genieße den Moment. Sei dankbar für das, was du hast, und lasse dich nicht nur von materiellen Kriterien beeinflussen. Sei ein Macher – Mach es!

 

Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“  – Johann Wolfgang von Goethe

 

Keine Angst vor Veränderungen!

Keep on changing…

Dennis

 

Bildquelle:
"Little boy acting like a superhero on top of the mountain at sunset with copy space"©rangizzz@fotolia.com
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