Stress: Mode, Motor oder Krankheit? – Drei einfache Anti-Stress Maßnahmen

Stress: Mode, Motor oder Krankheit?

Ist Stress nur schädlich?

Der alltägliche Stress wird für viele körperliche und psychische Erkrankungen mitverantwortlich gemacht. Dabei kann ein gewisses Stresslevel auch für ein erfülltes und erfolgreiches Leben sorgen.

Wann führt Stress zu Burn-out und kann er sogar die Entstehung eines Diabetes begünstigen? Erkennen Sie rechtzeitig die Anzeichen von schädlichem Stress!

Burn-out, verursacht durch Stress?

Burn-out ist ein psychisches Krankheitsbild, mit vielen, zum Teil recht unspezifischen, Symptomen. Daher ist oft von einem Burn-out-Syndrom die Rede. Als Ursache wird allgemein Stress hervorgehoben. Doch, wie Sie gesehen haben, ist auch dieser Begriff sehr unscharf. Ebenso geht man von einer genetischen Disposition bestimmter Charaktereigenschaften aus, die ein Burn-out in Stresssituationen begünstigen.

Für ein Burn-out müssen demnach oben genannte Stressoren über eine längere Zeit auf „fruchtbarem Nährboden“ fallen. Anders herum, können harmlose Alltags-Stressoren bei Burn-out Patienten die Krankheit weiter vorantreiben. Letztendlich entsteht ein Burn-out immer aus ungünstigen äußeren und inneren Bedingungen, die aufeinandertreffen.

Stress und Diabetes, gibt es Zusammenhänge?

Diabetes und Stress, das ist ein Zusammenhang, der in der Medizin erst in letzter Zeit mehr Beachtung findet. Dabei scheint er, nach näherer Betrachtung durchaus logisch:

  • Stress fördert die Ausschüttung des Hormons Cortisol. Cortisol sorgt unter anderem dafür, dass sich der Blutzuckerspiegel erhöht und das Gehirn ausreichend Energie bekommen kann. Cortisol ist ein Gegenspieler des Insulins.
  • Weitere Botenstoffe, die bei Stress vermehrt im Umlauf sind, sorgen zusätzlich dafür, dass die Körperzellen nicht mehr so sensibel auf das körpereigene Insulin ansprechen.

Bei chronischem Stress verlieren die Zellen dadurch ihre Insulinsensibilität. Das fördert die Entstehung eines Diabetes Typ 2. Bei ersten Anzeichen sollte sich Rat bei geschultem Fachpersonal eingeholt werden.

Stressbewältigung: Anzeichen erkennen

Wie Sie an diesen kurzen Ausführungen schon erkennen, kann Stress zu einer ernsten Gesundheitsgefahr werden. Dafür benötigt Stress allerdings, wie zum Beispiel auch das Rauchen, eine längere Zeitspanne. Es handelt sich um schleichende Gifte. Aber genau das kann auch eine Chance sein: Erkennen Sie früh genug die ersten Warnzeichen:

  • fehlerhafte Wahrnehmung
  • falsche Einschätzung von Situationen
  • Erinnerungslücken
  • Blockaden
  • häufiges Grübeln ohne Ergebnis
  • Konzentrationsstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • Schlafstörungen

Drei einfache Anti-Stress Maßnahmen

Wenn Sie einige dieser Anzeichen bei sich wahrnehmen, wird es höchste Zeit, dass Sie Ihren Lebensstil kritisch unter die Lupe nehmen. Stellen Sie sich den realen Problemen. Und tauschen Sie einige schlechte Gewohnheiten gegen gesunde aus. Nehmen Sie sich dabei nicht gleich zu viel vor, denn auch das bedeutet nur wieder Stress.

Bereits folgende Anti-Stress Tipps können, über den Tag verteilt, helfen das Stressniveau zu senken:

Besinnungsminuten
Führen Sie in jeder Stunde zwei bis drei Minuten der Besinnung durch. Konzentrieren Sie sich dabei nur auf Ihren Atem, nichts weiter.

Kurzer Spaziergang vor dem Schlafengehen
Dabei achten Sie auf alles, was Sie umgibt: Veränderungen in der Nachbarschaft, Geräusche und Gerüche.

Musik hören
Nehmen Sie sich Zeit, einmal am Tag intensiv Musik zu hören.

Bildquelle:
"Tired woman touching her eyes" © sebra@fotolia.com

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