Globalisierung im Kühlschrank – Global denken, lokal handeln

Globalisierung im Kühlschrank – Global denken, lokal handeln

ein Gastbeitrag von Barbara (blogger-ratgeber.de)

Egal, ob im Privaten oder im Gastronomiebetrieb ist es häufig an der Tagesordnung. Lebensmittel werden nicht mehr aus der Region bezogen, sondern über etwaige Händler und Zwischenhändler aus weit entfernten Gebieten.

Um die Region und deren Kleinbetriebe zu stärken und zu stützen, setzen immer mehr Städte und Gemeinde auf einen Ernährungsrat, der mit viel Engagement versucht, wieder mehr auf Regionalität, statt Globalität zu setzen.

Es ist besser, ein local hero zu sein als ein global looser. - Mathias Binswanger Klick um zu Tweeten

Kleine Regionalbetriebe leiden unter der fortschreitenden Globalisierung

Am Beispiel der Stadt Köln möchte ich dir das Thema „Global denken, lokal handeln“ näherbringen. Dort wurde im Februar 2017 ein Ernährungsrat-Gremium gegründet, um den eigentlichen „Wahnsinn“ dahinter zu erkennen, dass wir immer mehr international einkaufen und gleichzeitig die regionalen Erzeuger, statt lokal ihre Produkte zu verkaufen, ebenso international vertreiben.

Sind die Betriebe gar zu klein, droht ihnen auch das finanzielle Aus, weil sie dem Preisdruck nicht mehr gewachsen sind und nicht immer noch günstiger produzieren können. Irgendwann ist das Ende dieser zunehmend enger werdenden Spirale erreicht.

Es geht jedoch nicht nur um ein finanzielles Thema, sondern auch um das Kulturelle. Durch diese Form der Globalisierung entfremden sich immer mehr Menschen von ihrer Regionalität und konsumieren nur noch international.

Schafft man es nun, dass wieder mehr Menschen aus Privathaushalten und Gastronomen auf regionale Produkte zurückgreifen, dann hält dies gleichermaßen die kleinbäuerlichen Familienbetriebe am Leben und man erhält sich auch einen Teil seiner eigenen Kultur. Wird die Regionalität hierdurch gestärkt, dann verhilft dies auch die Struktur des Umlandes zu erhalten und lokale Arbeitsplätze langfristig sicherstellen zu können.

Das Gremium in Köln besagt dazu, dass damit auch das Wohnumfeld für die Stadtbevölkerung und das Umland lebendig und lebenswert blieben. Darin zeigt sich was für enorme und weitreichende Auswirkungen es haben kann, ob man sich beim Einkauf auf die Regionalität verlässt oder international agiert.

Was wird dagegen unternommen?

Damit Verbrauchern der Zugang zu regional erzeugten Lebensmitteln unbeschwert zugänglich ist, wurde bereits im Jahr 2014 die Internet-Verkaufsplattform für Lebensmittel aus der Region unter dem Namen „Taste of Heimat“ gegründet. Für den Monat November 2017 soll auch erstmals ein Bundeskongress für aktive Mitglieder von Ernährungsräten verschiedener Gemeinden und Städten stattfinden.

In Köln besteht der Ernährungsrat aus 30 Köpfen. Dieser wurde vor über einem Jahr gegründet. Vorbild waren ähnliche Gremien aus Amerika. Zu einem Drittel setzt sich das Gremium aus ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Zivilgesellschaft, Wirtschaftsvertretern und Stadtverwaltungsmitarbeitern zusammen.

Ziel des Rats ist es, ein partnerschaftliches Netzwerk herzustellen, um die Regionalität wieder zu stärken und auch auf eine nachhaltige Ernährung zu setzen. Die Zahl entsprechender Ernährungsräte wächst rasant: Nach Köln haben sich binnen kurzer Zeit auch Räte in Hamburg, Berlin und München gegründet. Damit wird das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Denn es zeichnet sich bereits ab, dass zunehmende Regionen und Städte diesen Beispielen folgen werden.

Über die Autorin dieses Gastartikels

Hallo da, am anderen Ende des Bildschirms! 🙂 Ich bin Barbara aus Österreich und auf meinem Ratgeber für Bloggerbeschäftige ich mich mit den verschiedensten Themen, die dir dabei helfen, dich erfolgreich mit einem eigenen Online-Business zu verwirklichen. Das bedeutet auch, dass ich mich mit Themen auseinandersetze, die auf den ersten Blick gar nicht so bloggermäßig sind – wie eben in diesem Artikel. Ich bedanke mich für die Möglichkeit, hier einen Blogeintrag veröffentlichen zu dürfen und wünsche noch ganz viel Spaß beim Lesen!

Bildquelle:
"young man with a basket full of vegetables" ©nito@fotolia.com
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