Die Luft ist raus – 12 Anzeichen an denen du feststellst, dass du innerlich gekündigt hast

Wenn du bereits morgens auf dem Weg zur Arbeit den Feierabend herbeisehnst, dann kann das ein Anzeichen dafür sein, dass du unheimlich gerne zu Hause bei deinen Liebsten bist – oder dass du deinen Job bereits innerlich hinter dir gelassen hast.

Die innere Kündigung ist ein schleichender Prozess. Oftmals ohne, dass wir selbst, oder unser Arbeitgeber, etwas davon bemerken.

Irgendwann lässt es sich jedoch nicht mehr verbergen, dass du dich innerlich von deiner Arbeit distanziert hast.

Wie sieht es bei dir aus? Mache den Test und beantworte für dich selbst, ob die untenstehenden Anzeichen auf dich zutreffen.

Folgende Anzeichen sprechen für eine innere Kündigung:

  1. Deine Kollegen und Vorgesetzten nerven dich permanent
  2. Du fühlst dich nicht mehr als Teil des Teams
  3. Du machst nur noch Dienst nach Vorschrift
  4. Du erledigst immer öfter private Dinge während deiner Arbeitszeit
  5. Das Gefühl macht sich breit, dass andere deine Arbeit nicht schätzen
  6. Fehlendes Interesse an Karrierezielen und Weiterbildungen
  7. Du fühlst dich intellektuell unterfordert
  8. Du ziehst dich zurück und kommunizierst weniger
  9. In Gesprächen mit Freunden und Familie äußerst du häufig Kritik über deinen Job
  10. Du stellst dir die Frage: Will ich das bis zur Rente machen?
  11. Du schaust regelmäßig in Stellenanzeigen
  12. Du hast das Gefühl ständig auf der Suche zu sein

Die innere Kündigung kann vielerlei Gründe haben.

Unterforderung, fehlende Perspektive, schlechte Bezahlung oder ein Mangel an Weiterbildungsmaßnahmen.

In den meisten Fällen jedoch geht sie aber von den Führungspersonen des Unternehmens bzw. dessen Führungsstil aus. (Quelle: Gallup Engagement Index 2015)

  • 69%     geben an, in Ihrer Karriere bereits unter einer oder mehreren schlechten Führungskräften gearbeitet zu haben.
  • 83%     der Arbeitnehmer haben durch das Verhalten eines Vorgesetzten in den letzten 12 Monaten darüber nachgedacht, das Unternehmen zu verlassen.
  • 24%     haben es vorgezogen, wegen des Chefs zu kündigen, um so Ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Durch die innere Kündigung entsteht nicht nur ein hoher wirtschaftlicher Schaden bei den Unternehmen, sie macht uns zudem noch krank.

Anfänglich mag es vielleicht noch befreiend sein, doch mit der Zeit leidest Du unter den ausbleibenden Erfolgserlebnissen und deiner eigenen Resignation.

Deine Fähigkeiten und Kenntnisse werden nicht mehr eingesetzt, Du fühlst Dich geistig unterfordert.

Du berufliche Zukunft erscheint dir immer perspektivloser. Vermindertes Selbstwertgefühl und schlechte Stimmung können negativen Einfluss auf dein Privatleben und deine Gesundheit nehmen. – Soweit muss es nicht kommen!

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Die Reißleine ziehen – Du musst aktiv werden

Es muss sich etwas an Deiner Situation ändern – das ist offensichtlich. Eines solltest Du vermeiden – voreilige Entscheidungen zu treffen!

Die innere Kündigung bedeutet nicht zwangsweise, dass du äußerlich kündigen musst.

Situationsanalyse

Um herauszufinden, was für dich die richtige Lösung ist, steht zunächst eine Situationsanalyse an.

Was sind die Dinge, die dich zu deiner inneren Kündigung getrieben haben? – Am besten erstellst du eine Liste und arbeitest für dich die wichtigsten Punkte heraus. Verfasse Maßnahmen für jeden einzelnen dieser Punkte, die zu einer Verbesserung deiner jetzigen Situation führen. – Hier solltest du natürlich auch überlegen, was du selbst an der Situation ändern kannst und zu welchen Modifikationen und Kompromissen du bereit bist!

Ein kleiner Tipp von mir: Überlege während der Situationsanalyse auch, ob dein Umfeld wirklich die Ursache deiner inneren Kündigung ist oder ob es die Tätigkeit ist, die du ausführst.

Wenn du keinen Spaß an deiner Arbeit hast, dann wird sich das auch bei einem neuen Arbeitgeber nicht ändern!

Was bereitet dir Freude?

Was kannst du gut?

Klartext

Ist die Situationsanalyse abgeschlossen, solltest du als nächstes das Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen.

In einem persönlichen Gespräch prüft Ihr, inwiefern deine Maßnahmen mit den persönlichen Ressourcen deines Vorgesetzten und mit den betrieblichen Ressourcen realisiert werden können.

Ein Abteilungswechsel oder der Wechsel in eine andere Unternehmenssparte kann bereits eine Lösung sein. Stellt sich bei dem Gespräch jedoch heraus, dass es keine gemeinsamen Perspektiven gibt, solltest du daraus die Konsequenzen ziehen.

Konsequenzen umsetzen

Kommt eine interne Veränderung für dich nicht in Frage, oder hast du festgestellt, dass dir dein Beruf keinen Spaß macht? Dann ist es Zeit für eine größere Veränderung in deinem Leben. Hierfür hast du verschiedenen Optionen:

Branchenwechsel

Umschulung / Studium

Job im Ausland

Selbständigkeit

Auszeit / Sabbatical

Jeder hat andere Möglichkeiten, Mittel und Perspektiven eine Veränderung herbeizuführen. Finde für dich den passenden Weg, der dich glücklich macht und dich erfüllt. Wichtig ist nur, dass du die Dinge, die dich stören und dir nicht guttun, änderst!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Thema innere Kündigung bereits gesammelt? Wie seid Ihr damit umgegangen und welche Lösung habt Ihr für Euch gefunden?

Wir sind gespannt auf euer Feedback.

Euer CTRL-Life Team

Bildquelle:
"Young businessman hiding head in the sand" © rangizzz@fotolia.com

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