Produktivitätssteigerung: Wie Du es schaffst effizient im Home-Office zu arbeiten

Produktivitätssteigerung im Home-Office

Ein Gastbeitrag von Benjamin Fickelscher

Im Zuge der Digitalisierung wird die Arbeit im Home-Office stetig attraktiver. Studien zur Folge haben im Jahr 2017 etwa 1/3 der Arbeitnehmer ihre Arbeit von zu Hause aus verrichtet. Fraglich ist jedoch, wie produktiv die Arbeitnehmer während ihrer „Telearbeit“ wirklich sind? Deshalb möchte ich dir einige Tipps zur Steigerung deiner Produktivität im Home-Office geben.

Home-Office = Ablenkung pur?

Die Arbeit von zu Hause im Home-Office erfordert viel Konsequenz und Selbstdisziplin. Einerseits ist es attraktiv, um Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. So kannst du beispielsweise deine Kinder zum Schulbus bringen, zwischendurch das Mittagessen kochen, den Geschirrspüler beladen oder die Wäsche aufhängen. Falls du zwischendurch beabsichtigst, deine Lieblingsserie auf Netflix zu schauen und dabei eine Tasse Kaffee zu trinken, kannst du dies ebenfalls tun.

Die Arbeit im Home-Office klingt attraktiv, verleitet den Arbeitnehmer allerdings dazu alles zu tun, nur nicht zu arbeiten. Damit das Home-Office nicht schneller wieder hinfällig ist, als du es dir eigentlich eingerichtet hast, erhältst du ein paar Tricks für mehr Produktivität bei deiner Heimarbeit.

So geht’s: Produktivität im Home-Office steigern

In zahlreichen Firmen ist es Gang und Gebe, dass die Arbeitnehmer ihre erbrachte Leistung protokollieren müssen, damit der Arbeitnehmer einen Überblick darüber hat, wie viel sie erledigt haben. In der Finanzverwaltung ist es beispielsweise nur gestattet im Home-Office zu arbeiten, wenn der Arbeitnehmer messbare Tätigkeiten ausübt, nämlich Steuererklärungen bearbeitet. Hierbei kann nachgeprüft werden, wie viele Erklärungen er pro Tag bearbeitet hat. Sofern dir dein Unternehmen nicht auferlegt, deine Leistung zu protokollieren, solltest du es dennoch tun. Denn alles andere ist Selbstbetrug. Dies kann analog oder digital erfolgen. Aber nur so kannst du kontrollieren, ob du tatsächlich die wichtigsten Dinge erledigt hast.

Weiterhin solltest du dein Umfeld darüber informieren, wann du arbeiten musst. Denn nur so kannst du gewährleisten, dass du die nötige Ruhe hast. Überlege dir im Vorfeld, wie du deine Kinder beschäftigen kannst, damit sie dich nicht ablenken. Überdies solltest du standhaft bleiben und dich nicht von deinem WG-Partner zum Netflix-Marathon überreden lassen. Für deine Arbeit im Home-Office solltest du über ein verständnisvolles Umfeld verfügen. Und schalte dein Smartphone auf lautlos – sofern es nicht für die Ausübung deiner Arbeit von zu Hause erforderlich ist.

Außerdem kannst du deine Produktivität steigern, indem du deinen Arbeitsplatz ablenkungsfrei erhältst. Dein neuer Lieblingsroman oder das Handy sollten am besten vom Tisch verschwinden, damit du gar nicht erst in Versuchung kommst. Für alle erreichbar sein, ist zwar ein netter Gedanke, allerdings lenkt sich das Handy enorm von der Arbeit ab, es gilt als einer der Top Produktivitätskiller. Denn wenn du nur noch bei WhatsApp online bist, bleibt die Arbeit am Ende auch liegen.

Um deine Produktivität sowie deine Motivation zu steigern, empfiehlt es sich, dir konsequent Pausen einzubauen. Denn bei längeren Zeiträumen ohne Pause, nimmt die Konzentration überproportional ab. In diesen Pausen kannst du jegliche Dinge tun, die dir Spaß machen. Aber auch hier solltest du ein festes Zeitfenster abstecken, damit du deine Pausen nicht ins Unendliche ausdehnst. In solchen Pausen sind Ablenkungen natürlich in Ordnung und sogar hilfreich.

Arbeite niemals orientierungslos, das heißt, stecke dir klare Ziele, bevor du dich an die Arbeit machst. Diese Ziele kannst du schriftlich (auf Papier oder auch digital) festlegen. Definiere dabei möglichst genau, was du alles schaffen möchtest. Lege eine To-do-Liste an. Setze dir jedoch nicht zu viele Ziele, die Liste sollte von Anfang an realistisch sein!

Darüber hinaus solltest du deinen Arbeitsplatz im Home-Office entsprechend einrichten. Nur so hast du die ideale Arbeitsumgebung. Kaufe dir einen großen Schreibtisch, mit ausreichend Platz. Dein Bürostuhl sollte mindestens so bequem sein, wie der im Büro deines Arbeitgebers. Räume deinen Arbeitsplatz täglich auf – Chaos wird dich von deiner Arbeit ablenken, doch du möchtest ja fokussiert arbeiten. Außerdem sollten sich keine privaten Dinge in unmittelbarer Schreibtischnähe befinden.

Motivations- und Produktivitätssteigerung leicht gemacht

Die Motivation und Produktivität gehen oftmals Hand in Hand. Bereite dich inhaltlich auf den Arbeitstag vor, über lege dir, was du genau erreichen möchtest und schaffe dir das ideale Arbeitsumfeld. Zusammenfassend ist zu sagen, dass ein Home-Office zahlreiche Vorteile bietet.

Es gilt nicht umsonst als Modell der Zukunft. Allerdings musst du extrem selbstdiszipliniert sein, damit deine Arbeitsleistung deinen Chef zufrieden stellt. Weiterhin muss dein Umfeld viel Verständnis dafür haben, dass du deine Ruhe beim Arbeiten benötigst. Wenn du die notwendigen Bedingungen geschaffen hast, steht einer Arbeit im Home-Office nichts mehr im Wege.

Über den Autor:

Mit der digitalen Arbeitswelt befasst sich Benjamin als Autor auf arbeitdigital.de, gibt Existenzgründern, Unternehmern oder auch Arbeitnehmern interessante Tipps und möchte seinen Lesern das Thema Digitalisierung ein weniger näher bringen.

Bildquelle:
"Young designer drawing sketches on graphic tablet" ©fotofabrika@fotolia.com
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