Stressbewältigung – 6 typische Stressfallen und wie Du ihnen wieder entkommst

Stressbewältigung- 6 typische Stressfallen und wie Du ihnen wieder entkommst

Jeder von uns hat bereits Erfahrungen mit Stress gemacht. Im Berufsalltag werden immer höhere Anforderungen an uns gestellt. Zeitdruck, Kosten -und Konkurrenzdruck fordern uns Höchstleistungen ab. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, es gehört zum guten Ton gestresst zu sein.

Ruhephasen werden immer seltener und das Privatleben wird vernachlässigt.

Das Ergebnis sind oft Überforderung, Burnout oder im schlimmsten Fall sogar körperliche Beschwerden.

Doch was ist Stress eigentlich genau?

Wie entsteht er und wie sehen geeignete Maßnahmen zur Stressbewältigung aus?

In diesem Artikel zum Thema Stress möchten wir euch Basisinformationen zum Thema vermitteln und Maßnahmen zur individuellen Stressbewältigung aufzeigen.

Was versteht man unter Stress?

Definition:

„Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.“ (Quell: Wikipedia)

Stress ist nicht neu für uns Menschen – im Gegenteil. Stress sorgt seit Anbeginn der Menschheit dafür, dass wir in der Lage sind, uns flexibel an unsere Umwelt anzupassen.

Entsteht eine bedrohliche Situation setzt unser Körper eine überlebenswichtige Stressreaktion in Gang. Es wird eine erhöhte Leistungsbereitschaft benötigt. Um dies zu erreichen schüttet unser Körper Hormone aus, die Einflüsse auf unser Gehirn, unser Herz, unsere Lunge und unseren Verstand haben.

Unser Organismus mobilisiert alle verfügbaren Kräfte um schnell auf „Angriffe“ von außen reagieren zu können.

Grundsätzlich eine super Funktion unseres Körpers. Ein Problem entsteht dann, wenn dieser Zustand dauerhaft anhält. – Dann kann Stress uns krankmachen.

Stress gehört zum Leben dazu und spornt uns, in der richtigen Dosis, zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen an“

Stress ist ein Spannungszustand, der positiv und negativ sein kann!

Ein negativer Spannungszustand wird „Dis-Stress“ genannt, ein positiver Spannungszustand wird als „Eu-Stress“ bezeichnet. Wie wir selbst eine Situation bewerten und ob wir diese dann als Dis oder Eu Stress empfinden, hängt von hunderten verschiedenen Faktoren ab. Hauptsächlich beeinflusst unser subjektives Empfinden, wie wir einen Spannungszustand wahrnehmen.

Wie wird Stress ausgelöst?

Die Auslöser für unsere Spannungszustände werden Stressoren genannt. Stressoren sind Einflüsse von außen wie zum Beispiel: besondere Situationen, hohe Anforderungen oder komplexe Aufgaben, die wir zu erledigen haben.

Einige Beispiele für typische Stressoren:
  • Beziehungsprobleme
  • Soziale Isolation
  • Kündigung / Jobverlust
  • Lärmbelästigung
  • Krankheit
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Zeitdruck
  • Einsamkeit
  • Unzufriedenheit
  • Leistungsdruck
  • Konkurrenzkämpfe
  • Reizüberflutung
  • Körperliche Überanstrengung
  • Schwere körperliche Beanspruchungen
  • Negative Gedanken

Ich wette, dass dir noch ein paar mehr dieser Stressoren einfallen. Wie wir auf diese Stressoren reagieren, ist abhängig von unserer individuellen Bewertung der Situation. Wir alle haben unterschiedliche Stresslevel und daher reagieren wir, trotz gleicher Umstände, alle unterschiedlich auf Stressoren.

„Nicht die Dinge an sich beunruhigen uns, sondern die Meinungen, die wir über sie haben.“

Sechs typische Stress-Fallen und wie Du ihnen wieder entkommst

Falle 1: Du möchtest alles so gut wie möglich machen
Überdenke deine Ansprüche – Du kannst es nicht jedem recht machen. Es muss nicht immer alles perfekt laufen. Lass auch mal alle fünfe gerade sein!

Falle 2: Du hast Angst vor Kritik und machst deshalb noch mehr Fehler
Mit Kritik umgehen fällt vielen nicht leicht. Insbesondere nicht, wenn die eigene Leistung kritisiert wird. Kritik ist in den seltensten Fällen persönlich, d.h. nimm Kritik nicht persönlich. Reflektiere, ob die Kritik berechtigt ist, und versuche daraus zu lernen und etwas Positives für dich daraus zu entnehmen.

Nicht jede Kritik ist sachlich. Manchmal entsteht sie auch aus einer schlechten Laune deines Vorgesetzten. Wenn du in der Lage bist, sachliche und konstruktive Kritik von „schlechter Laune Kritik“ zu unterscheiden, wird es dir leichter fallen mit diesen Situationen umzugehen.

Falle 3: Du hast oft das Gefühl, dass Du mit anderen nicht mehr schritthalten kannst.
Hör auf dich mit anderen zu vergleichen. Jeder hat sein individuelles Tempo und seine Stärken und Schwächen. Du bist einzigartig! Konzentriere dich auf deine Stärken und du wirst schnell feststellen, dass auch andere diese an dir schätzen.

Fall 4: Du scheust dich oft vor Konfrontationen, ärgerst dich anschließend aber oft, dass du nicht deine Meinung vertreten hast.
Pauschalaussagen wie „Ich muss mich besser durchsetzen“ bringen dich nicht weiter. Analysiere jede Situation für sich. So kannst du besser abschätzen, über was du dich tatsächlich ärgerst und wie du am besten darauf reagierst.

Es bedarf ein wenig Übung aber, wenn du nach einem Streitgespräch deinem Gegenüber klar und sachlich deine Meinung mitteilst, respektieren deine Partner dich und dein Selbstbewusstsein wird gestärkt.

Falle 5: Du bist oft müde, verkrampft und kannst nicht richtig entspannen.
Bewegung hilft (mir auf jeden Fall). Stresshormone werden durch Bewegung abgebaut und man bekommt einen klaren Kopf. So stellt sich Entspannung meist von selbst ein. Such dir eine Aktivität, die dir Spaß macht. Es muss nicht immer Joggen sein – Gartenarbeit und Spazierengehen ist auch Bewegung! Du kannst auch einmal ausprobieren, ob Entspannungstechniken dir helfen Stress besser zu bewältigen.

Falle 6: Du nimmst dir immer zu viel vor, auch in der Freizeit
Passe deine Freizeit deinen Bedürfnissen an…du hast es selbst in der Hand. „NEIN“ ist hier das Zauberwort. Deine Schwiegereltern werden bestimmt Verständnis dafür haben, dass du nicht schon wieder das ganze Wochenende mit ihnen verplanen möchtest. Bei wichtigen familiären Terminen, oder anderen sozialen Verpflichtungen, halte dir am besten immer etwas Zeit für den Ausgleich für dich selbst frei (z.B. vorher oder nachher).

Wie sehr bist du betroffen? – Mache den Test!

Finde mit der CRL-Life Stress-Test-Checkliste heraus, wie sehr du schon unter Stress leidest. Nur wenn du erkennst, dass du bereits ein Problem hast, kannst du beginnen daran zu arbeiten und etwas in deinem Leben zu ändern!
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Folgen von dauerhaftem Stress auf den Körper

Als wir noch in einer Höhle wohnten und das Mammut mit einem Speer erledigen mussten, hatte die Stressreaktion unseres Körpers durchaus ihre Berechtigung. Heutzutage heißt es jedoch nicht mehr „Angriff oder Rückzug“ sondern vielmehr „Frustration und Aggression“.

Die zusätzliche Energie, die uns unser Körper in solche Situationen bereitstellt, kann an unserem Schreibtisch nicht mehr abgebaut werden.

Wir haben oft das Gefühl, dass uns alles über den Kopf wächst und nehmen uns zudem immer weniger Zeit für Entspannung und Erholung nach stressigen Situationen.

Gerade diese „Pausen“ benötigen wir aber um durchzuatmen und neue Kraft zu sammeln. Sie dienen unserem Körper dazu, die körperlichen Funktionen, die Stress bei uns auslöst, wieder zu normalisieren.

Findet diese Normalisierung nicht statt, dann werden die einst so lebenswichtigen Funktionen unseres Körpers, zur Bedrohung. Werden die mobilisierten Energien nicht abgebaut, so entstehen Verspannungen und kreisende Gedanken.

Konzentrationsschwierigkeiten, Denkblockaden und erhöhter Blutdruck führen bei dauerhaft anhaltender Stressbelastung zu körperlichen Symptomen wie:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Unruhe
  • Gereiztheit
  • Gefäßkrankheiten
  • Depressionen

Stressbewältigung – Was kannst du gegen Stress unternehmen?

Stressbewältigung ist, wie auch die Entstehung von Stresssituationen, eine sehr individuelle Angelegenheit.

Bestimmt hast oder hattest du schon deine ganz persönlichen Rituale um dich vom Stressgefühl zu befreien.

Joggen, Spazierengehen, kochen, mit Freunden sprechen, Entspannen oder im Club bis morgens tanzen gehen – es gibt kein Patentrezept, du weißt am besten was dir gut tut.

Die meisten stressgeplagten Menschen haben mit zunehmenden Belastungen jedoch den Weg zu ihren eigenen Erholungsressourcen verloren.

Freundschaften, Hobbys oder „Ich Zeit“ haben keinen Platz mehr in dem prall gefüllten Terminkalender.

Stressabbau kann nur effektiv funktionieren, wenn du es schaffst diese Ressourcen wieder zu aktivieren. Hierzu bieten sich Entspannungsmethoden wie z.B. Traumreisen, Muskelentspannung, autogenes Training oder Meditation an. Manchmal hilft es aber auch bereits schon das „eingeschlafene“ Hobby oder den vernachlässigten Sport wiederzubeleben.

Wie du deine persönliche Anti-Stress-Strategie entwickeln kannst, kannst du in unserem kostenlosen Whitepaper, „die Anti-Stress-Strategie“ nachlesen. In dem Whitepaper ist auch die CTRL-Life Stress Checkliste enthalten. Hier kannst du herausfinden, wie sehr du schon von Stress betroffen bist.

Die Anti-Stress-Strategie

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Hat euch der Artikel über die Stressbewältigung gefallen? Last uns doch ein Kommentar da…wir sind gespannt auf euer Feedback! Zur Stressbewältigung zählt auch loslassen zu können – hier gibt es den passenden Artikel dazu! Schaut doch mal rein.

Pass auf dich auf und lass dich nicht zu sehr stressen!

Euer CTRL-Life Team

Bildquelle:
© andreas160578 @bixabay.com
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